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We can do it

Sich als Feministin zu bezeichnen, ist heutzutage nicht gerade in. Und doch sagen viele, dass sie für Gleichberechtigung eintreten.

Barbara Kasper

Wenn ich heute Frauen frage, ob sie sich selbst als Feministinnen bezeichnen, bekomme ich oft ein „Nein“ als Antwort. Viel zu groß ist die Angst davor, mit männerhassenden Frauen, Emanzen, brennenden BHs und Verfechterinnen des Binnen-Is in Verbindung gebracht zu werden. Viele Frauen wollen sich nicht selbst in eine Opferrolle begeben, die ihnen zuschreibt, sich nicht selbst befreien zu können. Es sind andere, die benachteiligt werden, nicht aber sie selbst.

Gleiches Recht für alle.

Feminismus ist ein Wort, das für viele negativ behaftet ist. Fragt man die gleichen Frauen, ob sie der Überzeugung sind, dass alle Geschlechter die gleichen Rechte und Chancen haben sollen, dann antworten sie mit „Ja“. Doch Feminismus steht genau dafür, dass alle, egal welchen Geschlechtes, gleichbehandelt werden sollen. Gleiche Rechte für alle in sozialer, politischer und ökonomischer Hinsicht. Gleiche Rechte am Arbeitsplatz, in der Lehre, in der Ausbildung, beim Einkommen, in der Freizeit – in allen Lebenslagen.

Viel erreicht, viel zu tun.

Der Feminismus und die Frauenbewegung haben vieles erreicht. Vom Frauenwahlrecht über den straffreien Schwangerschaftsabbruch bis hin zum Gleichbehandlungsgesetz. Es waren starke Frauen, die dafür gekämpft haben. Wer glaubt, damit wär es jetzt getan, der irrt sich. Denn Gleichberechtigung muss täglich neu verteidigt und ausgebaut werden. Allein dass Frauen sich „schämen“, sich als Feministinnen zu bezeichnen, oder verbündete Männer schräg angeschaut und ausgelacht werden, weil sie sich als Feminist bezeichnen, zeigt, wie viel noch zu tun ist. Der 8. März, der Internationale Weltfrauentag allein wird dazu nicht viel beitragen. Aber es ist ein Tag, an dem wir die erreichten Errungenschaften feiern und uns alle wieder in Erinnerung rufen sollten, wofür wir einstehen und wofür wir kämpfen.

Feministin und stolz darauf.

Feminismus hat viele Gesichter und Facetten – von der Frauenforschung, Geschlechterforschung über die Sprachkritik oder die sexuelle Selbstbestimmung. Ganz egal, auf welchen dieser Aspekte die Priorität gelegt wird. Eines ist klar, das gemeinsame Ziel ist die Gleichberechtigung aller. Und dafür soll sowohl jede Frau als auch jeder verbündete Mann stolz sein können und sich als FeministIn bezeichnen.

hallo!

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knallo!

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