ÖGJ

Wir bleiben unbequem!

Die ÖGJ hat auch an die neue Regierung Forderungen

Während der neu gewählte Nationalrat seine Arbeit aufnimmt, wird eine neue Regierung gebildet. Wie an jede Regierung zuvor, wird die Österreichische Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) Forderungen stellen.

Roderick Schön-Szavai

Einige der Forderungen (z. B. Abschaffung der Internatskosten) wurden in den vorigen Jahren erfüllt. Aber die ÖGJ ruht sich nicht auf ihren Erfolgen aus. Egal welche Parteien die neue Regierung bilden, die ÖGJ kämpft weiter für eine bessere Zukunft der Lehrlinge, unter anderem mit folgenden Punkten:


Mehr Lehrstellen in Betrieben.
Nur rund ein Viertel aller Betriebe, die Lehrlinge ausbilden könnten, tun das auch. Lieber wird von anderen Betrieben über FacharbeiterInnenmangel geraunzt und die Ausbildung im ersten und zweiten Lehrjahr überbetrieblichen Lehrwerkstätten überlassen. Nur Förderungen und das Hoffen auf Freiwilligkeit schaffen kaum neue Lehrstellen. Daher fordert die ÖGJ einen österreichweiten Ausbildungsfonds, in den Betriebe einzahlen, die keine Lehrlinge ausbilden, um so die Lehrausbildung zu finanzieren (Facharbeitsmilliarde).

Qualitätssicherung.
Ob Lehrlinge nur zum Aufkehren, Wurstsemmel holen oder für andere Hilfstätigkeiten herangezogen werden, anstatt eine Ausbildung zu bekommen, wird kaum überprüft. Leider bekommen auch solche Betriebe hohe finanzielle Förderungen. Die ÖGJ fordert daher, dass die Förderungen an Qualitätskriterien festgemacht werden, die von einer unabhängigen Behörde laufend kontrolliert werden.

Unterwegs.
Gerade in ländlichen Bereichen sind der Führerschein und ein Auto oft notwendig, um überhaupt einen Job annehmen zu können. Beides ist mit hohen Kosten für junge Menschen verbunden. Die ÖGJ fordert, dass es Lehrlingen ermöglicht wird, im Rahmen der Berufsschule gratis den Führerschein zu machen.

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Die Ar­beitsplätze der Zukunft sind digital, vernetzt und automatisiert. Die Arbeitswelt 4.0 kommt. Übrig bleiben Jobs, die digitale Kompetenz voraussetzen. Es wird also höchste Zeit, Berufsbilder alle fünf Jahre zu modernisieren, und die Lehrlingsausbildung an die zukünftigen Herausforderungen anzupassen. Zusätzlich muss in den Berufsschulen die digitale Infrastruktur auf dem neuesten Stand sein. Außerdem fordert die ÖGJ den Einsatz modernster Technologie im Unterricht.

Neugierig?
Dann informiere dich über die Arbeit und Forderungen der Österreichischen Gewerkschaftsjugend im Internet, frag deinen Jugendvertrauensrat oder kontaktiere deinen/deine GewerkschaftssekretärIn. Gemeinsam können wir das und noch viel mehr erreichen.

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