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Was bewegt die Welt?

Menschen mit Behinderung wollen nicht mehr in Sonderschulen abgeschoben, sondern in die Mitte der Gesellschaft aufgenommen werden, wo sie sich entfalten können wie jede/r andere.

Franko Petri

"Blinde, Taube oder RollstuhlfahrerInnen gehören in spezielle Einrichtungen, wo sie gut aufgehoben sind, sich wohl fühlen und einfache Tätigkeiten verrichten sollen." So oder so ähnlich denken wohl viele. Aber dass Menschen mit Behinderung die gleichen Bedürfnisse, wertvolle Fähigkeiten und dieselben Rechte haben, daran denken meist nur jene, die selber so jemanden im Verwandten- oder Freundeskreis haben. Viel zu oft bleiben sie verborgen. Wenn Menschen mit Behinderung abgeschoben oder ausgegrenzt werden, geht uns ihre wertvolle Teilhabe in der Gesellschaft verloren, und das bedeutet auch einen enormen Verlust für die Volkswirtschaft aller Staaten der Welt.

Alle gehören dazu.
Inzwischen setzt sich heute immer mehr das Prinzip der Inklusion als wichtiges Prinzip der Menschenrechte durch. 15 Prozent der Menschheit müssen mit einer Behinderung leben - das sind ingesamt mehr als eine Milliarde Menschen, die heute noch an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden. Es ist nicht die Schuld von Menschen mit Seh-, Hör- oder einer anderen Behinderung, dass sie so sind, sondern es ist die Pflicht der Gesellschaft, Barrieren zu beseitigen, und dass jede/r die Möglichkeit bekommt, an der Gemeinschaft aktiv teilzunehmen. Seit zehn Jahren gilt die UN-Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen, die vorschreibt, dass Menschen mit Behinderung das Recht auf Ausbildung, barrierefreie Entfaltung und volle Integration in ein Leben wie nicht-behinderte Menschen haben. 172 Staaten der Welt haben diese Bekenntnis unterschrieben und müssen das Prinzip der Inklusion verwirklichen.

Nachholbedarf.
In manchen Ländern Asiens oder Afrikas werden Menschen mit Behinderung oft jahrelang in dunklen Kammern festgehalten, weil sich die Eltern schämen, ein Kind mit Behinderung zu haben. Verschiedene Organisationen setzen sich weltweit dafür ein, dass Millionen Menschen die Rechte zukommen, die ihnen zustehen. Oft is es nur eine kleine Augenoperation, die Menschen wieder all das machen lässt, was sie ihr Leben lang machen konnten. Oder MitarbeiterInnen der Organisation befreien Kinder und Jugendliche und srogen dafür, dass sie eine gute Ausbildung in regulären Schulen bekommen. Bildung, Arbeit und Wertschätzung muss allen Menschen zugänglich sein, mit und ohne Behinderung!

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