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Mit 1 (!) Klick zur Lehrstelle

www.lehrberuf.info heißt die neue Lehrstellenbörse, wo Jugendliche und Firmen gleichermaßen ihr Glück versuchen. In nur acht Wochen wurden über 400 freie Lehrstellen österreichweit eingetragen.

Wer gute Noten vorzuweisen hat, tut sich leicht einen Job zu finden. Aber nicht vergessen sollte man jene, die aufgrund Ihrer Bildungsvergangenheit, körperlicher, seelischer oder geistiger Beeinträchtigung im Leben von vornherein benachteiligt sind. Der Gründer der Lehrstellenbörse www.lehrberuf.info, Hubert Hilgert, Lehrer an der Polytechnischen Schule Enns, möchte auch diesen Menschen eine Perspektive geben.

Deshalb haben Firmen schon beim Lehrstelleneintrag die Möglichkeit, das Wort IBA (Integrative Berufsausbildung) anzuklicken und damit auszudrücken, dass sie auch für beeinträchtigte Menschen "ein Ohr haben". Finanzielle Anreize sind für viele Unternehmen nicht die einzigen Argumente, auch den Schwachen in unserer Gesellschaft einen Platz in der Arbeitswelt zur Verfügung zu stellen.

Trotz Wille sind Zweifel vorhanden

Viele Lehrbetriebe möchten gerne für Jugendliche mit Behinderungen Arbeitsplätze anbieten, oftmals liegen jedoch Berührungsängste dagegen vor. Viele Fragen und Argumente tun sich auf: Wie werden "meine MitarbeiterInnen" darauf reagieren? Kann die Person mit Beeinträchtigung die Arbeit eigentlich ausführen? Sind meine räumlichen Gegebenheiten dafür passend? Ist das in "meiner" Branche überhaupt vorstellbar? Etc.
Es fehlt dabei vielen Betrieben an professioneller Informations- und Sensibilisierungsarbeit. Das Bundessozialamt startete dazu im Jahr 2006 die Offensive "Betriebsservice", um diese Einstellungsbarrieren abzubauen.

Analyse und Abhilfe

Die Menge an Unterstützungsangeboten ist natürlich für den Laien nicht mehr durchschaubar. "Ich bin der Meinung, dass in fast allen Berufssparten behinderte Menschen eingesetzt werden können", so eine Betreuerin. Voraussetzung dafür ist erstens die exakte Arbeitsplatzanalyse (Anforderungen) und zweitens die genaue Fähigkeitenanalyse. Mit unterstützenden Maßnahmen, wie Arbeitsplatzadaptierungen bis hin zur Integrativen Berufsausbildung und persönlicher Assistenz kann eine maßgeschneiderte Ausbildung ohneweiters gelingen.

Gute Erfahrungen mit Integrativer Berufsausbildung

Viele große und kleine Firmen haben die Notwendigkeit des sozialen Engagements erkannt und sehr positive Erfahrungen gemacht. So meint der Marktleiter einer großen Lebensmittelkette: "Für die Umsetzung der Ziele ist wichtig, dass ein guter Erfahrungsaustausch zwischen Unternehmen und Betreuer des Lehrlings stattfindet. Die integrative Berufsausbildung  ist eine Chance auf Integration für die Jugendlichen. Junge Menschen mit Beeinträchtigung sollten nicht "abgeschoben" werden. Die Gesellschaft ist gefragt, sich mit den tatsächlichen Gegebenheiten auseinander zu setzen!"
Aufgrund gezielter Aufklärung erkennen immer mehr UnternehmerInnen, dass soziales Engagement in der Integrativen Berufsausbildung nicht nur Hilfe für den betroffenen Jugendlichen, sondern auch Vorteile für den Betrieb, sowohl in finanzieller wie auch in arbeitstechnischer Hinsicht bringen kann. Informationen über IBA bekommt man beim AMS und  beim Bundessozialamt.

Für jeden den richtigen "Partner"

Eine weitere Betreuerin spricht aus Erfahrung: "Es gibt für jeden Menschen die richtige Firma und für jeden Unternehmer den passenden Mitarbeiter am richtigen Arbeitsplatz. Diese beiden "Partner" zusammenzuführen, ist die Herausforderung. Und dabei möchte die Lehrstellenbörse www.lehrberuf.info als Instrument und als Vermittlungsplattform eine hilfreiche Rolle spielen.

www.lehrberuf.info

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