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Brexit: Arbeitplätze in Gefahr - Gelbwestenprotest Frankreich

Brexit: Arbeitsplätze in Gefahr

Der Tag, an dem Großbritannien (GB) aus der Europäischen Union austritt, rückt immer näher. Was bedeutet das für ArbeitnehmerInnen?

Thomas Stiegmaier

Großbritannien wird per 29. März aus der EU austreten. Oder etwas später. Oder gar nicht. Okay, der Beziehungsstatus zur EU ist „kompliziert“. Der Brexit hat aber bereits heute negative Auswirkungen auf ArbeitnehmerInnen und könnte für viele katastrophal enden.

Bye-bye. Wenn GB nicht mehr Teil der EU und somit des Binnenmarktes sowie der Zollunion ist, werden britische Produkte und Dienstleistungen für EU-Mitglieder automatisch teurer. Britische Unternehmen sind dann weniger wettbewerbsfähig. Das kostet Stellen und bewegt viele dazu, die Insel zu verlassen. Besonders hart trifft das z. B. die Automobilindustrie oder die Finanzdienstleister. Schon jetzt sind viele Investitionen aufgrund der unsicheren Lage weggefallen.

Backfire. Der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan spricht von einem „verlorenen Jahrzehnt“ im Falle des Brexits. Bis zu 500.000 Jobs könnten laut Khan verloren gehen. Besonders leiden werden die ärmeren Regionen etwa in Nord-England oder in Wales. Die Ironie: Genau dort hat eine große Mehrheit der Menschen für den Austritt gestimmt und sich somit selbst am meisten geschadet. Wie in den USA mit Trump zeigt sich hier: Nationalismus ist für ArbeitnehmerInnen keine gute Antwort auf die Probleme unserer Zeit.

Gelbe Westen – Proteste in Frankreich

Eine bunte Mischung aus DemonstrantInnen und gewalttätigen Gruppen halten Politik und Polizei in Atem.

Franko Petri

Als im Mai 2017 Emmanuel Macron zum neuen französischen Präsidenten gewählt wurde, atmete die Welt auf. Statt Marine Le Pen mit ihrer rechtsextremen Front National wanderte der als Retter Frankreichs gefeierte Macron in den Pariser Élysée-Palast. Nur eineinhalb Jahre später, im November 2018, bildete sich die Gelbwestenbewegung, die sich massiv gegen Macrons wirtschaftsfreundliche Politik richtet, die schlechter Verdienende zurücklässt.

100.000 auf der Straße. In Paris und vielen anderen Städten gingen Hunderttausende Menschen auf die Straße und protestierten gegen Steuererhöhungen, Macrons autoritäres Regime und den Verlust der Kaufkraft. Die Proteste waren begleitet von gewalttätigen Ausschreitungen von anarchistischen, aber auch rechtsextremen Gruppen. Barrikaden und Blockaden wurden errichtet, Autos brannten, in Paris herrschte Ausnahmezustand.

Forderungen der Gelbwesten nicht einheitlich. Sie bilden eine große Masse von Unzufriedenen aller Art, und es sind auch Gruppierungen dabei, die die Demokratie destabilisieren wollen. Deshalb reagierte die Staatsmacht mit Tränengas, Wasserwerfern und Panzerfahrzeugen. Die französische Regierung antwortete nun mit sozialen Maßnahmen und setzte neue Steuern aus. Bleibt zu hoffen, dass der Präsident jetzt mehr auf sein Volk hört.

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