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„Auf unsere Verfassung ist Verlass!“

Nach der Ibiza-Affäre der FPÖ und der Abwahl der Bundesregierung hatte Bundespräsident Alexander Van der Bellen einen harten Job zu machen. Eine erstmals dagewesene Situation in der 2. Republik. Im hallo! Speeddate erzählt er, wie es ihm damit ging.

Sie sind jetzt 75 Jahre alt. Trotzdem wirken Sie jugendlicher und cooler als die meisten anderen Politiker. Wie machen Sie das? Bundespräsident zu sein, macht mir große Freude. Es ist schön, für meine Heimat etwas tun zu können. Und bei den vielen Begegnungen bekomme ich gerade von jungen Leuten viel Zuspruch.

Wie hat es ein Grüner geschafft, in Österreich Bundespräsident zu werden? Mir ist es wichtig, den Zusammenhalt in unserem Land zu stärken, mit allen – über Parteigrenzen hinweg – das Gespräch zu suchen, und ich bin überzeugter Europäer. Ich fühle mich als Tiroler, Wiener, Österreicher UND Europäer.

Wie waren die ersten zwei Monate als Bundespräsident. Ist man da noch unsicher? Ich bin nun jetzt fast zweieinhalb Jahre im Amt und mit jedem Tag gewinnt man an Erfahrung dazu. Aber wie gerade die vergangenen Monate gezeigt haben, gibt es Situationen, die es in der Zweiten Republik noch nie gegeben hat. Da heißt es, ruhig und gelassen zu bleiben. Und auf unsere Verfassung ist Verlass, wie sich gezeigt hat.

Wie haben Sie es so schnell nach der Ibiza-Affäre geschafft, alles wieder ins richtige Lot zu bringen? Der Ibiza-Skandal hat eine Vertrauenskrise ausgelöst. Ich habe mich bemüht, wieder Vertrauen aufzubauen und habe viele, viele Gespräche mit den Parteien geführt. Mit Frau Bierlein als Bundeskanzlerin und ihrer Regierung ist es gelungen, zu beruhigen und das Vertrauen der Bevölkerung in unsere staatlichen Institutionen wiederherzustellen.

Würden Sie nach der Nationalratswahl wieder FPÖ-Minister angeloben? Jetzt sind die Wählerinnen und Wähler am Wort. Dann finden Regierungsverhandlungen statt. Dem will ich nicht vorgreifen. Am Ende des Tages kommt es auf die konkreten Personen an. Wie bekannt, habe ich bei den vorigen Regierungsverhandlungen Vorbehalte gegen einzelne Personen geäußert. Ich werde im Herbst versuchen, nach bestem Wissen und Gewissen die richtigen Entscheidungen für unser Land zu treffen.

Würden Sie immer den Parteichef der stärksten Partei zum Bundeskanzler angeloben? Entscheidend ist, dass die Bundeskanzlerin oder der Bundeskanzler eine Mehrheit im Parlament hinter sich hat.

Kandidieren Sie 2022 wieder? Das werde ich rechtzeitig entscheiden.

Was mögen Sie gar nicht an Ihrem Job? Ich bin gerne Bundespräsident, das lasse ich mir durch nichts trüben.

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