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ÖGJ
Margarete Schramböck (ÖVP), Susanne Hofer (ÖGJ-Vorsitzende), Martin Amor (Geschäftsführer JI), Philipp Ovszenik (ÖGJ Bundesjugendsekretär) bei der Übergabe des Forderungspapiers Gewerkschaftsjugend und Junge Industrie übergeben Forderungspapier
"Lehre und Digitalisierung" an ÖVP

Forderungspapier "Lehre und Digitalisierung"

Gewerkschaftsjugend und Junge Industrie wollen Lehre zukunftsfit machen

"Angesichts der zunehmenden Digitalisierung braucht es auch eine Modernisierung des gesamten Bildungssystems im Allgemeinen“, so Susanne Hofer, Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ) und Andreas Wimmer, Bundesvorsitzender der Jungen Industrie (JI). Beide Organisationen ziehen im Bereich der Lehrlingsausbildung an einem Strang und haben ein gemeinsames Forderungspapier „Lehre und Digitalisierung“ erarbeitet. Dieses wurde gestern, Dienstag, an die ehemalige Bundesministerin Dr. Margarete Schramböck übergeben, die an den aktuellen Regierungsverhandlungen für die ÖVP beteiligt ist. „Wenn es um Lehrlingsausbildung geht sind wir die ExpertInnen. Unseren Input und Forderungen in die Regierungsverhandlungen aufzunehmen, wäre sinnvoll“, so Hofer und Wimmer.
 
Image und Fachkräftemangel
 
„In der Industrie ist die Digitalisierung längst angekommen, der Fachkräftemangel ein ständiger Begleiter. Österreich hat mit der dualen Ausbildung eine gute Grundlage, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Dafür müssen wir aber auch die Lehrausbildung digitalisierungsfit machen“, so Wimmer. Österreich verfüge über viele Unternehmen, die sich erfolgreich am Weltmarkt behaupten. „Die meisten zeichnet ein sehr positives Miteinander von Belegschaft sowie Unternehmensführung aus. In diesem Sinne wollen wir auch mit der Gewerkschaftsjugend kooperieren: bei diesem Thema sind wir uns einig, immerhin geht es um die Zukunft unserer Jugend und des Standorts“, so Wimmer weiter.
 
„Das Image der Lehre ist in Österreich nach wie vor nicht so gut, wie es sein könnte. Bereits bestehende Verbesserungen wie die Lehre mit Matura sind teilweise zu wenig bekannt. Eltern sowie Schülerinnen und Schüler wissen zudem viel zu wenig über mögliche Lehrberufe und -Ausbildungen Bescheid“, beurteilt Hofer die aktuelle Situation. „Außerdem müssen Betriebe wieder verstärkt selbst Lehrlinge ausbilden. Unsere Jugendlichen haben viele Talente und viel Potential, sie haben die Chance auf einen guten Ausbildungsplatz verdient.“
 
Digitale Medienkompetenz und Englisch in Berufsschulen ausbauen und verstärken
 
„Während BHS und Gymnasium mit digitaler Infrastruktur ausgestattet werden, verkommen die Berufsschulen zu Bildungseinrichtungen zweiter Klasse“, kritisiert Hofer. „Die Ausstattung der Berufsschulen kann oft nicht mit der Entwicklung am Arbeitsmarkt mithalten. Es fehlen die finanziellen Mittel für einen zeitgerechten Unterricht.“ Es brauche neue Lehr- und Lernkompetenz, projektorientiertes Lernen und die Förderung digitaler Medienkompetenz.
 
Auch im Bereich Lehre und Asyl müssen praktikable Lösungen gefunden werden, um Abschiebungen nach Lehrabschluss zu verhindern. „Gut integrierte Lehrlinge, die fleißig sind und viel in unser System beitragen, abzuschieben, ist nicht nur menschlich eine Katastrophe, sondern bei einem Fachkräftemangel wirtschaftlich gesehen schwachsinnig“, so die ÖGJ-Vorsitzende. Wir sollten uns im Gegenteil für kürzere Verfahrensdauern, Englisch in der Lehre sowie um Verbesserungen bei der Rot-Weiß-Rot-Karte kümmern.
 
„Wir müssen auch im Lehrbereich über den österreichischen Tellerrand hinausschauen. Englisch wird z.B. in allen Bereichen immer wichtiger, die Digitalisierung verschärft diesen Trend noch. Englisch muss daher von der Volksschule an eine größere Rolle spielen, auch Lehre und Lehrabschluss auf Englisch sollten eine Option sein“, wie Nikolaus Griller, stellvertretender Bundesvorsitzender der JI betonte. Zudem brauche es dringend mehr Informationen für Schülerinnen und Schüler als auch Eltern, so Griller: „Zu wenige wissen welche Chancen eine Lehre heutzutage bieten kann. Hier geht viel Potenzial verloren.“
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