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Läuft wieder!

Jedes Gerät geht irgendwann kaputt, selbst bei bester Pflege und guter Qualität. Ob Handy, Kaffeemaschine, Fahrrad: Reparieren statt neu kaufen ist oftmals günstiger. Und besser für die Umwelt sowieso.

Wenn ein technisches Gerät streikt und den Dienst versagt, gibt es zwei Möglichkeiten: Das Ding wegwerfen und ein Neukauf, oder jemanden finden, der es repariert. Immer mehr drängt sich eine dritte Möglichkeit auf: Selber reparieren!

Allein basteln. Welches Ding auch immer, im Internet findet sich meist eine Anleitung. Es gibt unzählige Video-Tutorials, die Schritt für Schritt zeigen, wie Geräte geöffnet und repariert werden. Auf der Plattform „I fix it“ sind zahlreiche Reparatur-Anleitungen und Teardowns zu finden. Der Schwerpunkt liegt auf Computern, Handys, Konsolen und Kameras.

Ersatzteile. Eine Fundgrube für Ersatzteile sind die Marketplaces bei Ebay, Amazon und Co. Geht es um Komponenten wie Kondensatoren, Relais oder andere Kleinteile, gibt es ebenfalls spezialisierte Shops. Wer sich an solche Arbeiten wagen will, sollte aber einen Lötkolben haben und damit gut umgehen können.

Skurrile Lösungen. Manche einfachen Tipps und Tricks klingen im ersten Moment schräg und sinnlos. Das heiße Föhnen von Klebestellen soll bewirken, dass sich Kleber verflüssigt und so ein verklebter Akku sich leichter lösen lässt. Das Backen eines Motherboards kann ein Computerleben retten, weil unterbrochene Leitungen und Kontakte wiederhergestellt werden können. Beides ausprobiert und beides funktionierte tatsächlich!

Gemeinsam reparieren. Aber es gibt keine Garantie, dass die eigene Reparatur erfolgreich ist, zudem ist es auch mit dem Risiko verbunden, das Gerät komplett zu zerstören. Aber: Immer mehr Fachbetriebe schließen sich zu Reparatur-Netzwerken zusammen. Dort sind Profis am Werk. Wer dennoch das Reparieren selber machen will: Zahlreiche Einrichtungen bieten österreichweit Reparaturcafés an. Das dichteste Netz ist in Tirol vorhanden.

So läuft’s wieder. Einzige Bedingung ist, dass es sich um Geräte und Dinge handelt, die auch zum Reparaturcafé mitgenommen werden können. Eine Waschmaschine zählt nicht dazu. Gemeinsam mit Profis und BastlerInnen wird gemeinsam versucht, das jeweilige Gerät zu retten. Das kann sich auch mal ziehen, wenn Ersatzteile organisiert werden müssen. Je nach Reparaturcafé werden auch Kleidung, Fahrräder oder sonstige Gerätschaften zusammengeflickt.

Müllberg verkleinern. Jedes reparierte Ding verringert den Müllberg, und bei Reparaturcafés wird nur Geld für die Ersatzteile oder eine freiwillige Spende gegeben. Das ist gut für die Umwelt und für den eigenen Geldbeutel. Und nebenbei wird die Angst vor selbst durchgeführten Reparaturen genommen.

Linktipps:
Informationen über Initiativen und Reparaturcafés in Österreich:
https://www.repanet.at
Gute Quelle für Anleitungen und Teardowns:
https://de.ifixit.com

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