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10-Punkte-Programm: Lehrausbildung digitalisieren!

Die Österreichische Gewerkschaftsjugend und 150 Jugendvertrauensräte skizzieren die Lehrausbildung von morgen.

Rund 150 JugendvertrauensrätInnen aus ganz Österreich treffen sich am 26. und 27. März in Wien, um die Lehrlingsausbildung zu revolutionieren und sie fit für das 21. Jahrhundert zu machen.

Rasante Entwicklungen und ständige Modernisierung der Arbeitswelt stellen die Lehrlingsausbildung vor Herausforderungen, mit der die Berufsbilder aktuell nicht mithalten können. „Das muss geändert werden, indem Berufsbilder in kurzen Abständen aktualisiert und an die digitalen und technischen Anforderungen angepasst werden“, sagt Susanne Hofer, Bundesjugendvorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), auf der JVR-Konferenz 2019. „Wenn die Lehrlingsausbildung nicht schnell ein Digitalisierungs-Update erhält, stürzt sie ab wie ein alter Computer“, fordert Hofer eine Weiterentwicklung der Lehrausbildung.

Die Österreichische Gewerkschaftsjugend und 150 JugendvertrauensrätInnen skizzieren die Lehrausbildung von morgen. Sie wollen mitbestimmen!

Forderungen zur Digitalisierung der Lehrausbildung:

F1: Keine Marie mit unserer Bildung
Im Rahmen der Lehrlingsausbildung sollen vermehrt digitale Hilfsmittel genutzt werden, diese digitalen Hilfsmittel müssen programmiert, gewartet und immer wieder erneuert werden. Die Qualität und Zugänglichkeit muss im Vordergrund stehen und nicht die Geschäftsinteressen von IT-Firmen.

F2: Plug and Play
Es muss die technische Kompatibilität und Übertragbarkeit eingespeister Daten und Inhalte gesichert sein. Bei der Neuentwicklung von eLearning-Tools soll somit auf bereits entstandenes Know-how aufgebaut werden können. Damit die Inhalte nicht verloren gehen, wenn ein Tool „stirbt“, braucht es daher die Möglichkeit zur Migration dieser Daten in andere eLearning-Systeme.

F3: Nicht alleine gelassen werden im digitalen Dschungel
Werden in der Lehrlingsausbildung digitale Instrumente (z.B. Erklärvideos, Apps etc.) eingesetzt, so müssen die durch eine gezielte Anleitung unterstützt werden. Denn auch im digitalen Raum darf niemand in seiner Lehre auf sich allein gestellt sein.

F4: Spiel, Spannung, Spaß und …
eLearning-Angebote brauchen eine didaktische Aufbereitung durch zB spielbasierte Lernformen, Multimediaeinsatz (Text, Audio und Video), angeleitetes Peer-Learning zur Vergemeinschaftung von Problemlagen und Kompetenzen, AutorInnentools zum Selbsterstellen von Inhalten und abgegrenzte flexibel einsetzbare Lernmodule.

F5: Qualität zählt
Werden in der Lehrlingsausbildung digitale Instrumente (z.B. Apps, Videos, etc.) genutzt, so müssen allgemeingültige Qualitätsstandards erarbeitet werden (z.B. wann zählt ein Erklär-Video als Erklär-Video mit Qualität im Rahmen einer beruflichen Ausbildung).

F6: Wer zahlt, schafft an?
Die Finanzierung kann aus unterschiedlichen Quellen erfolgen, sollte aber zur Sicherung einer einheitlichen Struktur nach den oben erwähnten Punkten, in einem zentralen Fonds gebündelt werden.

F7: Digitalisierung für alle
Werden Teile der Ausbildung „digitalisiert“, so müssen alle Lehrlinge einen geeigneten Zugang zum Internet bekommen bzw. passende technische Ausstattung (z.B. Tablet/Laptop mit mobilem Internet durch den Betrieb zur Verfügung gestellt).

F8: Arbeitszeit oder Freizeit
Die Nutzung von eLearning-Tools, muss entweder in der Arbeitszeit, unter Anrechnung auf die Arbeitszeit oder durch Abgeltung in Zeitguthaben erfolgen.

F9: Die digitale Prüfung
Wenn in die Lehre immer mehr digitale Hilfsmittel integriert werden, müssen auch die PrüferInnen entsprechend geschult und die Prüfungsorte ausgestattet werden.

F10: „Digital Natives“ gibt es nicht!
In der Berufsschule soll das Fach „Angewandte Informatik“ in ein Pflichtfach „Angewandte Informatik und digitale Grundbildung“ weiterentwickelt werden.

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