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Gery Seidl: Bist du deppert!

Vor deiner Bühnenkarriere warst du in der Bauwirtschaft tätig. Ähneln sich diese Berufe? Es geht da und dort um Menschen. Bei einer Baustelle arbeiten viele Individuen gemeinsam an einem gemeinsamen Projekt in der Hoffnung, dass das Werk gelingt. Bei einem Bühnenstück ist es genauso. Es sind nicht nur die zwei Stunden, die man allein auf der Bühne im Licht verbringt. Viele fleißige Hände tragen dazu bei, einen Kabarettabend zu bestreiten.

Du hast ein Haus am Land gebaut. Warum bist du aufs Land gezogen, obwohl du sehr viel in Wien und anderen Städten arbeitest? Ich bin am „Land“ aufgewachsen und einfach wieder zurückgekommen. Gerade weil ich viel in Städten unterwegs bin, genieße ich die Abwechslung.

Bist du lieber ein Landei oder ein Stadthuhn? Ich bin ein Hybrid (lacht).

Was sind die Vorteile des Lebens am Land? Diese Frage muss jeder für sich beantworten. Ich persönlich genieße es, wann immer ich will, Wiese unter meinen Füßen zu spüren, ohne mein Zuhause verlassen zu müssen.

Was sind die Nachteile, wenn man am Land lebt? Die U-Bahn ist weiter weg.

In Österreich herrscht eine richtige Landflucht. Warum glaubst du ist das so? Ich denke, es hängt mit dem Sterben der Gasthäuser und Geschäfte zusammen. Dörfer oder Kleinstädte, die sich eine Wirtshauskultur und ein belebtes Zentrum erhalten können, erleben bedeutend weniger Landflucht.

Wenn du Politiker wärst: Was würdest du tun, um das Landleben wieder attraktiver zu machen? Ich würde Wirte und Geschäftstreibende unterstützen, ihre Wirtschaft zu erhalten, und ihnen so gut als möglich die Bürokratie vom Leib halten. Wir brauchen Beamte, die dabei helfen, dass Projekte gelingen und Erträge für die Region abwerfen. Was wir nicht brauchen, ist ein Apparat der Projekte verhindert. Vielen motivierten Bürgerinnen und Bürgern, die mit Frohsinn und Eifer an die Sache gehen, geht oft rasch die Luft aus, da einem manchmal absurde Auflagen das Genick brechen.

Als bekannte Persönlichkeit des öffentlichen Lebens unterstützt du auch soziale Organisationen. Es sind Oasen in welchen es um die Sache geht. Wo Menschen jemandem tatsächlich helfen wollen, ohne sich selbst zu bereichern oder dafür feiern zu lassen.

Darf ein Kabarettist auch in die Politik gehen und wäre es das Ende der Karriere? Natürlich darf ein Kabarettist in die Politik gehen. Warum nicht? Genügend Menschen, die mit ihrer politischen Tätigkeit sich und ihre Familien ernähren, haben nicht einmal eine Ausbildung zum Kabarettisten. Gerade die jetzige Bundesregierung ist der Beweis dafür, dass es wirklich jedem möglich ist ein Amt zu bekleiden. Ausbildung ist da kein Maßstab.

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