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ÖGJ

Lehrlinge sollen 1.260 Stunden in Berufsschule

Durch die immer höher werdenden Anforderungen an Lehrlinge ist es an der Zeit, die Berufsschulzeit anzupassen, sagt ÖGB-Landesjugendsekretärin Tanja Bernhardt.

Was ändert sich ab Herbst für die steirischen Lehrlinge?
Tanja Bernhardt: Die Berufsschulzeit für Lehrlinge wird auf eine Mindeststundenzahl von 1.260 Stunden für den gesamten Turnus ausgeweitet.

Welche Sparten sind betroffen?
Im Tourismus lag die Unterrichtszeit bisher bei 1.080 Stunden, im Handel bei 1.080 bis 1.260, bei FriseurInnen, FloristInnen und BäckerInnen bei 1.200 Stunden.

Warum ist so eine Ausdehnung sinnvoll?
Lehrlinge verbringen in den acht Wochen bis zu 50 Unterrichtsstunden wöchentlich in der Berufsschule. Alles wird zusammengepresst, da ist kein vernünftiges Lernen möglich. Bei 1.080 Stunden macht derzeit der Unterricht in Deutsch und Englisch nicht mehr als ein Viertel der vergleichbaren Unterrichtszeit z.B. in einer HAK aus. Mit mehr Lernzeit und einer pädagogisch sinnvolleren Verteilung des Unterrichts wären deutlich bessere Lernergebnisse möglich.

Was ist das Ziel dieser Maßnahme, die unter anderem von AK und ÖGB gefordert wurde?
Zusammen mit der Erhöhung der Gesamtstundenzahl müssen auch neue Fächer – vor allem im Zusammenhang mit der Digitalisierung – geschaffen werden. Zudem schafft eine einheitliche Mindestberufsschulzeit Chancengerechtigkeit innerhalb der dualen Ausbildung für alle Lehrlinge.

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