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BerufsfotografIn

Verena Scherzer (25) hat mit der Lehre zur Berufsfo-tografin ihr Hobby zum Beruf gemacht. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sie in ihrer Freizeit gerne fotografiert – am liebsten ihre Katze oder ihre Freunde.

Was macht man als BerufsfotografIn? Der Betrieb, in dem ich meine Ausbildung mache, ist auf Familien spezialisiert. Wir fotografieren aber auch alles andere, was mit Menschen zu tun hat, wie Hochzeiten, Events oder Haustiere. In unser Fotostudio kommen meistens Leute, um Familien- oder Bewerbungsfotos machen zu lassen. Oft ist es eine ganz neue Erfahrung für sie, sich professionell fotografieren zu lassen. Gemeinsam erarbeiten wir dann das Shooting, und ich zeige ihnen, wie man posed und was am Foto gut wirkt. Es macht mir wirklich großen Spaß, mit Menschen zu arbeiten.

Warum hast du dich entschlossen eine Lehre zu machen? Um Fotografin zu werden, kann man ja auch eine Schule besuchen? Zuerst wusste ich gar nicht, dass Fotografie ein Lehrberuf ist. Nachdem ich bereits fünf Jahre in eine Modeschule gegangen bin, war es mir wichtig zu arbeiten, aber gleichzeitig auch eine gute Ausbildung machen zu können. In der Modebranche wollte ich nicht bleiben, aber Fotografie habe ich in der Schule schon sehr gern gemocht. In meiner Lehre gefällt es mir besonders gut, dass ich jeden Tag mit KundInnen zu tun habe und praktisch arbeiten kann. Wenn man eine Foto-Ausbildung an einer Schule macht, ist das bestimmt anders.

Welche Fähigkeiten sollte man als Fotografin mitbringen? Auf alle Fälle ist Kreativität wichtig. Aber ein technisches Verständnis muss man schon auch mitbringen. Denn man kann ja nur mit seinem Werkzeug gut arbeiten, wenn man weiß, wie es funktioniert. In meinem Bereich ist es auch noch wichtig, kontaktfreudig zu sein, weil man ja viel mit KundInnen zu tun hat. Aber das ist vielleicht nicht in allen Sparten der Fotografie so.

Was lernt ihr in der Berufsschule? Im theoretischen Unterricht lernen wir alles Wesentliche über Fotografie. Angefangen von der Geschichte der Fotografie über verschiedenen Kameraarten, Objektive und Farbenlehre oder auch Sensortechnik von verschiedenen Kameras. Vor allem in der 3. Klasse ist der Unterricht schon sehr technisch. Im Fotostudio der Berufsschule kann man dann mit unterschiedlichen analogen und digitalen Kameras arbeiten und Projekte, die man ab der 2. Klasse als Aufgaben bekommt, eigenständig umsetzen. Die Fotos werden dann meistens noch aufwendig mit Photoshop bearbeitet. Wie man Retuschen und Composings mit dem Programm Photoshop macht, lernt man auch in einem eigenen Fach.

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