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ÖGJ

Gewerkschaftsjugend fordert massiven Ausbau der Berufsschulen

Berufsschulzeit verlängern, tägliche Berufsschulzeit auf sieben Stunden kürzen

"Unternehmen erwarten von Lehrlingen immer mehr Kenntnisse und Fähigkeiten. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, müssen die Berufsschulen ausgebaut und modernisiert werden", fordert Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). Der Bundesvorstand der ÖGJ sprach sich daher in seiner Sitzung am Samstag für eine Ausdehnung der Berufsschulzeit, für einen Ausbau der Fächer sowie für eine bessere Ausfinanzierung der Berufsschulstandorte aus. "Da sich die Unternehmer stets über den Mangel an gut ausgebildeten Fachkräften beklagen, gehen wir davon aus, dass sie diese Forderung nach besserer Ausbildung unterstützen", sagt Ernszt.

Das ÖGJ-Modell sieht vor, dass in einem ersten Schritt ausnahmslos alle Lehrberufe auf 1.260 Berufsschulstunden angehoben werden, wie das bei fast 90 Prozent der Lehrberufe bereits der Fall ist. In einem zweiten Schritt soll die tägliche Unterrichtszeit von neun auf sieben Stunden verkürzt werden. Ernszt: "Kürzere Tageseinheiten sind nicht nur aus pädagogischer Sicht sinnvoll. Bei einer Verkürzung der täglichen Unterrichtszeit könnten auch mehr Förderprogramme für lernschwache Lehrlinge und freie Fächer für lernstarke Lehrlinge angeboten werden." Die Gewerkschaftsjugend unterstützt damit die langjährigen Forderungen der "Initiative Bildungsgerechtigkeit", eine durch Kärntner Lehrlinge ins Leben gerufene Initiative.

In einem dritten Schritt sollen die angebotenen Unterrichtsfächer ausgebaut, und die Gesamtstundenzahl auf 1.680 Berufsschulstunden erhöht werden. Neben den bestehenden Pflichtfächern braucht es Unterrichtsgegenstände wie "Kommunikation und kulturelle Diversität", Fremdsprachen und verstärkte Bewegungs- und Sportangebote. "Dazu muss in den Berufsschulbereich massiv investiert werden. Geld, das direkt in eine bessere Ausbildung der Jugendlichen fließt", betont der ÖGJ-Vorsitzende.

Der ÖGJ-Bundesjugendvorstand fordert:

  • Reduzierung der täglichen Berufsschulzeit von neun auf sieben Stunden
  • Schaffung bzw. Ausbau von Fördermaßnahmen für lernschwache BerufsschülerInnen
  • Schaffung von Zusatzausbildungen und Freifächern für BerufsschülerInnen
  • Ausdehnung der Berufsschulzeit zunächst auf 1.260 Stunden, dann auf 1.680 Stunden

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