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ÖGJ

Lehrausbildung: Plan A fehlt Mut für echte Reform

Gewerkschaftsjugend: Lehrstellenförderung an Qualitätsstandards binden

"Die Gewerkschaftsjugend begrüßt den Vorstoß von Bundeskanzler Christian Kern, die Lehre wieder attraktiv zu machen. Gratisführerschein, Sprachkurse im Ausland finanzieren, kostenfreie Vorbereitungskurse für die Lehrabschlussprüfung im Rahmen der Berufsschule allein werden aber zu wenig sein. Wir brauchen Mut für eine echte Reform der Lehrausbildung", sagt Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ).

Noch immer kommen circa 25 Prozent der Lehrlinge nicht am Ende der Lehrausbildung an. Auch, weil viele von ihnen ausgebeutet statt ausgebildet werden. "Das lässt sich nur ändern, indem die Lehrstellenförderung an Qualitätsstandards gebunden wird. Die Ausbildung von Lehrlingen wird im Gegensatz zu jener von MaturantInnen nämlich nicht überprüft", kritisiert Enszt. Derzeit könne jedes Unternehmen ausbilden, wie es möchte.

Die ÖGJ fordert daher:

  • Umsetzung des Ausbildungsfonds (Fachkräftemilliarde), in den Firmen einzahlen, die nicht ausbilden, obwohl sie es könnten, und aus dem Betriebe, die qualitativ hochwertig ausbilden, Förderungen erhalten. Der Fonds soll durch ein Prozent der Jahresbruttolohnsumme durch die Unternehmen finanziert werden.
  • Kostenübernahme der Internatskosten ausnahmslos für alle Lehrlinge
  • Einführung einer verpflichtenden Teilprüfung, die auf die Lehrabschlussprüfung angerechnet wird
  • Rechtsanspruch auf 'Lehre mit Matura'
     

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