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ÖGJ

Image der Lehre weiter verbessern

ÖGJ-Ernszt: Qualität durchsetzen und kontrollieren

„Laut WKÖ ist das Image der Lehre zwar gut, aber im Laufe ihrer Lehrjahre nimmt die Begeisterung ab“, sagt Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ). „Diesem Imageverlust muss man entgegensteuern, indem die Betriebe die Qualität der Lehrausbildung erhöhen. Die Lehrausbildung ist die einzige, die in der praktischen Ausbildung nur ein einziges Mal überprüft wird. Nämlich am Ende, wenn es zu spät ist. Das wäre in allen anderen Bildungszweigen völlig unvorstellbar, aber mit den Lehrlingen kann man’s ja offenbar machen.“ Konkret fordert die ÖGJ die Umstellung des aktuellen Förderungssystems in Richtung Qualitätskriterien und solidarische Arbeitgeberfinanzierung, regelmäßige Qualitätskontrollen sowie den Ersatz der Lehrlingsstellen der Wirtschaftskammern durch unabhängige, sozialpartnerschaftlich besetzte und mit ausreichend Geld und Personal ausgestattete Behörden zur Sicherung der Ausbildungsqualität.

„Die Lehrstellenförderung muss künftig an Qualitätskriterien geknüpft werden: Ausbildungsplanung und -dokumentation, Inanspruchnahme von Beratungsleistungen und Unterstützungsleistungen bei Betrieben mit wenig Ausbildungsstruktur. Auch die Weiterbildung der AusbilderInnen soll verstärkt gefördert werden“, sagt Ernszt. Er sieht die Forderung nach mehr Qualitätsförderung übrigens nicht als Pauschalangriff an die Unternehmen, von denen sehr viele vorbildlich ausbilden würden: „Ich würde auch lieber immer nur von den Top-Ausbilderfirmen reden, deren Lehrlinge Jahr für Jahr mit Medaillen von den internationalen Berufswettbewerben zurückkommen. Aber es gibt leider auch die andere Seite, nämlich jene Firmen, die zwar immerhin Lehrlinge ausbilden, aber sich wenig darum kümmern, dass ihre Lehrlinge auch eine gute Ausbildung bekommen. Für diese Firmen kann mit der Lehrstellenförderung Neu der notwendige Anreiz gesetzt werden.“

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