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ÖGJ

AMS-Einsparung gefährdet die Ausbildung von 10.000 Jugendlichen

Fachkräftemangel wird sich dadurch noch verschlimmern

„In der kältesten Woche des Jahres plant die Regierung, durch die massiven Einsparungen im AMS-Budget quasi 10.000 Jugendliche auf die Straße zu setzen“, ist Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), empört. Genau 9.244 junge Menschen wurden im Jahr 2016 in Überbetrieblichen Lehrwerkstätten ausgebildet, weil ihnen am regulären Arbeitsmarkt keine Lehrstelle zur Verfügung stand. Stehen für die Arbeitsmarktförderung zukünftig 600 Millionen Euro weniger zur Verfügung, gefährdet das die Ausbildung genau dieser Jugendlichen. „Jeder Euro, der bei der Ausbildung von jungen Menschen zu Fachkräften gespart wird, ist Zukunftsraub. Eine solide Ausbildung ist der beste Garant gegen Arbeitslosigkeit, das sollte auch der Regierung klar sein. Dass jungen Menschen diese Chance genommen werden soll, ist unverständlich“, so Ernszt.

Junge Menschen qualifizieren, nicht Ausbildungsplätze streichen

„Der Wert und die Bedeutung der Lehre soll aufgewertet werden, das steht im Regierungsprogramm“, erinnert Ernszt Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Strache. „Die Überbetrieblichen Lehrwerkstätten abzuschaffen, ohne entsprechende Lehrplätze in Betrieben für junge Menschen garantieren zu können, ist absurd. Die Wirtschaft beklagt jetzt schon einen Fachkräftemangel, der auf jahrelanges Nicht-Ausbilden zurückgeht. Es wäre jetzt an der Zeit in die Qualifikation von Menschen zu investieren und nicht auch noch die Plätze für die Überbetriebliche Ausbildung zu streichen. Dadurch wird sich der Fachkräftemangel verschlimmern“, warnt der ÖGJ-Vorsitzende.

„Bundeskanzler Kurz sprach noch letztes Jahr davon, dass er Gesetze mit Bedacht machen wird, da sie ihn als jungen Menschen auch noch lange treffen werden. Kaum im sicheren Politikersessel, ist alles anders. Aber schließlich trifft es nicht ihn selbst, sondern junge Menschen, die damit ihrer Zukunft beraubt werden“, so Ernszt abschließend.

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