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ÖGJ-Ernszt: Die Stimme der Jugend muss bleiben

Bundesjugendvertretung spricht sich für Beibehaltung des Jugendvertrauensrats aus

Vor 45 Jahren wurde der Jugendvertrauensrat für mehr Mitbestimmung von Lehrlingen und jugendlichen ArbeitnehmerInnen im Betrieb eingeführt. ÖVP und FPÖ wollen diese Mitbestimmung nun wieder abschaffen, so steht es im gemeinsamen Regierungsprogramm. „Mit der Abschaffung des Jugendvertrauensrats würden Lehrlinge ihre eigenständige Vertretung im Betrieb verlieren und die Unternehmen ein wichtiges Bindeglied“, ist Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), empört. „Die Stimme der Jugend muss bleiben!“

Nicht nur Lehrlinge haben eine eigene Vertretung, sondern auch SchülerInnen, Studierende und Menschen mit Behinderung. „Es ist also vollkommen unverständlich, warum die Regierung ausgerechnet den Jugendvertrauensrat abschaffen will“, so der ÖGJ-Vorsitzende. Die Bundesjugendvertretung (BJV) fordert bei ihrer Vollversammlung letzte Woche die Bundesregierung auf, die direkte Interessenvertretung jugendlicher ArbeitnehmerInnen im Betrieb weiterhin sicherzustellen und den Jugendvertrauensrat beizubehalten. Die BJV besteht aus über 50 Jugendorganisationen, wovon die ÖGJ eine ist. „‘Jugendliche vertreten Jugendliche‘ hat sich bewährt. Dass sie künftig vom Betriebsrat nur ‚mitvertretet‘ werden sollen, gleicht einem ersten Versuch, Demokratieabbau zu betreiben. Ganz im Gegensatz zu dem was Kurz und Strache im Wahlkampf versprochen haben, nämlich mehr und nicht weniger Demokratie zuzulassen“, so Stefan Bartl, ÖGJ Bundesjugendsekretär und Vorstandsmitglied der BJV.

„Jugendvertrauensräte garantieren die Mitbestimmung von Lehrlingen und Jugendlichen im Betrieb und sind Ansprechperson bei privaten und arbeitsrelevanten Problemen. Sie erfüllen eine wichtige Rolle im Betrieb“, betont Ernszt. „Wir freuen uns über das klare Bekenntnis der Bundesjugendvertretung zum Erhalt des Jugendvertrauensrats und die Unterstützung bei Informationsveranstaltungen.“

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