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ÖGJ

ArbeitnehmerInnen wollen mehr Mitbestimmung im Betrieb

Aber Regierung plant, LehrlingssprecherInnen abzuschaffen

Die Hälfte der österreichischen Arbeitnehmerinnen (50,5 Prozent) sind der Meinung, in dem Unternehmen, in dem sie arbeiten, nicht ausreichend mitbestimmen zu können. Das geht aus einer Umfrage des HR-Dienstleisters SD Worx in sieben europäischen Ländern hervor. „Die Umfrage bestätigt das, was wir tagtäglich im Gespräch mit KollegInnen in den Betrieben hören. ArbeitnehmerInnen wollen ihre Arbeitssituation und Arbeitsumgebung mitgestalten und gehört werden“, sagt Sascha Ernzst, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ).

Viele Entscheidungen, die sich auf die Arbeitssituation von ArbeitnehmerInnen in Österreich auswirken, verlagern sich auch immer mehr in die Mutterkonzerne, vor allem nach Deutschland. Viele MitarbeiterInnen fühlen sich dadurch umgangen. „Deshalb braucht es mehr und nicht weniger Demokratie im Betrieb“, so Ernszt. „Anstatt die im Regierungsprogramm hochgepriesene Mitbestimmung tatsächlich zu stärken, macht die Regierung genau das Gegenteil. Betriebsräten und Jugendvertrauensräten (JVR) wird es immer schwieriger gemacht, ihrer Arbeit im Betrieb nachzugehen. Jetzt soll den Lehrlingen sogar verboten werden, ihren eigenen Lehrlingssprecher im Betrieb – den Jugendvertrauensrat – zu wählen“, ärgert sich der ÖGJ-Vorsitzende.

„Die eigenen MitarbeiterInnen im Unternehmen auf demokratische Weise in Form des Betriebsrats einzubinden, ist immer von Vorteil – auch für den Unternehmer selbst“, ist sich Ernszt sicher. „Sei es bei der Verteilung der erzielten Gewinne im Unternehmen oder bei Entscheidungen, die die Arbeitsplätze der MitarbeiterInnen verändern. Denn was wäre die Alternative?“

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