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ÖGJ

Hofer: „Ausbildung schützt am besten vor Arbeitslosigkeit und Armut.“

Politik muss Jugendliche vor Bildungsabbruch bewahren

„Statt Jugendliche als dumm abzustempeln, in Sonderschulen abzuschieben und eine ‚fremde‘ Muttersprache als Hindernis zu beurteilen, muss die Politik Jugendlichen Chancen bieten“, kommentiert Susanne Hofer, Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), das erschreckende Ergebnis von BildungsabbrecherInnen in Österreich, wie die APA heute berichtete. „Anstatt junge Menschen in ihren Talenten zu fördern und Möglichkeiten aufzuzeigen, wirkt unser Bildungssystem höchst selektiv. Bereits in der Volksschule wird zwischen ‚guten‘ und ‚schlechten‘ SchülerInnen unterschieden. Eine gemeinsame Schule der 6 bis 15jährigen kann hier entgegenwirken.“

Ausbildungspflicht ausweiten – Ausbildungsgarantie absichern
Seit 2017 gilt die Ausbildungspflicht für alle Jugendlichen, die ab diesem Jahr die neunjährige Schulpflicht erfüllt haben. „Das ist gut so, denn die Ausbildungspflicht verhindert, dass Jugendliche ihre Ausbildung frühzeitig abbrechen und arbeitslos werden“, so Hofer. Zusätzlich zur Ausbildungspflicht muss aber auch die Ausbildungsgarantie bis 25 weiter forciert und finanziert werden, "denn offensichtlich gibt es trotzdem Jugendliche, die nicht erreicht werden.“

„Wir alle wissen, wer nur über einen Pflichtschulabschluss verfügt, ist vergleichsweise öfter von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Ausbildungsgarantie bis 25 qualifiziert junge Menschen für den Arbeitsmarkt und schützt sie am besten davor, später keine Arbeit zu finden oder in Armut zu rutschen“, plädiert Hofer dafür, sowohl die Ausbildungspflicht zu intensivieren und auszubauen als auch die Ausbildungsgarantie auch in Zukunft finanziell abzusichern. „Die Zukunft der Jugend muss uns das wert sein.“
 

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