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Coronavirus: ÖGB-Jugend fordert Krisenausgleich für Lehrlinge

Entgangenes Fachkräftegehalt rückwirkend nach bestandener Prüfung ausbezahlen

„Aufgrund der Corona-Krise können tausende Lehrlinge im Gegensatz zu MaturantInnen ihre Lehrabschlussprüfung momentan nicht ablegen und fallen damit um ihr Facharbeitergehalt um. Hier braucht es einen Krisenausgleich“, fordert Susanne Hofer, Vorsitzende der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ).

„Viele Lehrlinge haben ab dem Datum ihrer angesetzten Lehrabschlussprüfung mit ihrem Fachkräftegehalt kalkuliert. Es braucht zumindest nachträglich einen Krisenausgleich in Höhe der Differenz zwischen Lehrlingsentgelt und Fachkräftegehalt für jene Lehrlinge, die die Prüfung bestehen“, so Hofer. „Lehrlingen entgehen durch einen späteren Prüfungsantritt hunderte von Euro.“ Der Facharbeiterlohn müsse daher rückwirkend zum vorgesehenen Prüfungstermin bezahlt werden

„Lehrlinge dürfen nicht die Verliererinnen und Verlierer dieser Krise sein. Sie packen mit an und arbeiten im letzten Lehrjahr zum Zeitpunkt ihrer eigentlich angesetzten Prüfung wie eine Fachkraft“, so Hofer.

Positiv bestandene Berufsschule ersetzt jetzt schon theoretische Abschlussprüfung

Dass Bildungsminister Faßmann – wie heute verkündet – die theoretische Lehrabschlussprüfung mit positiv bestandener Berufsschule ersetzen will, ist erfreulich. Allerdings gelte diese Regelung laut Berufsausbildungsgesetz jetzt schon, so Hofer. Die ÖGJ fordert in diesem Zusammenhang aber, dass auch für jene Lehrlinge, die die letzte Klasse Berufsschule jetzt nicht positiv abschließen können, der theoretische Teil der Prüfung entfällt.

 

 

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