ÖGJ
Ali Dogan und Sumit Kumar

Öffentliche Auftragsvergabe nur an Betriebe mit Lehrlingen!

Unternehmen zur Lehrlingsausbildung verpflichten

Unternehmen, die keine Lehrlinge ausbilden, dürfen nicht mit öffentlichen Aufträgen gefördert werden", fordert Ali Dogan, Vorsitzender der Wiener Gewerkschaftsjugend. Dass immer weniger Unternehmen Lehrlinge ausbilden, zeige deutlich, dass mehr Druck auf sie ausgeübt werden müsse. Nur so könne der Entwicklung entgegengesteuert werden. "Bei jeder Auftragsvergabe sollte nicht nur das Billigstbieter-Prinzip gelten, sondern auch die Jugendausbildung als Bewertungskriterium herangezogen werden." Wie das gehe, zeige die Stadt Wien vorbildhaft. "Das Modell muss vom Bund übernommen werden", fordert Dogan, denn: "Das billigste Angebot ist nicht immer das Beste."

Mehr Druck, damit die Firmen wieder ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen, fordert auch Sumit Kumar, Sekretär der ÖGJ Wien: "Freiwillig passiert nichts, die Unternehmen müssen gesetzlich dazu verpflichtet werden, wieder mehr Lehrlinge von Anfang an selbst auszubilden." Die ÖGJ Wien fordert seit längerem einen österreichweichten Ausbildungsfonds in Höhe von einem Prozent der Bruttolohnsumme, in den alle Firmen, die ausbilden könnten, einzahlen, und aus dem die tatsächlich ausbildenden Betriebe gefördert werden. "Die Kosten für die Lehrlingsausbildung dürfen nicht auf die Allgemeinheit abgewälzt werden."

 

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