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Jugendvertrauensrat

Probleme und Konflikte

Probleme, Konflikte – was tun? Aus deiner eigenen Erfahrung weißt du, dass es sehr unterschiedliche Probleme während der Lehrlingszeit gibt. So ändert sich klarerweise im Laufe der Zeit auch die Wahrnehmung vom Betrieb. Es verändern sich die jeweiligen Probleme und Sorgen. Entsprechend solltest du auf die unterschiedlichen Probleme deiner KollegInnen eingehen können. Natürlich kennen wir nicht die spezielle Situation in deinem Betrieb. Wir versuchen einen möglichst allgemeingültigen Überblick zu geben.

Das 1. Lehrjahr: Der Übergang von der Schule in die Arbeitswelt ist nicht einfach. Die Erleichterung, eine Lehrstelle gefunden zu haben, vermischt sich mit Unsicherheit. Der/die neue Kollege/Kollegin wird dir sicherlich dankbar sein, wenn du ihm/ihr erklärst, wie was im Betrieb läuft. Es ist wichtig, schon sehr frühzeitig in Kontakt zu treten und eine Vertrauensbasis herzustellen. Du kannst „die Neuen“ zum Beispiel schon vor Arbeitsbeginn zu einem Info- Treffen einladen. Häufig finden gleich zu Beginn der Ausbildung Schulungen statt; auch eine Gelegenheit, den Jugendvertrauensrat und seine Aufgaben vorzustellen. Aus Sicht der JugendvertrauensrätInnen wird es im 1. Jahr mehr darum gehen, die allgemeine Notwendigkeit und Nützlichkeit des Jugendvertrauensrates, des Betriebsrates und der Gewerkschaft zu verdeutlichen. Die Konfliktbereitschaft ist eher noch gering und einer Kritik an betrieb- lichen Zuständen werden „die Neuen“ zumeist abwartend skeptisch gegenüberstehen. Gleichwohl wird vielen besonders gegen Ende des ersten Lehrjahres deutlicher bewusst, dass es wohl auch Mängel und Probleme gibt. Diese werden aber eher an Personen (Vorgesetzten, nörgelnden KollegInnen) als an betrieblichen Strukturen festgemacht.

Das 2. Lehrjahr: Die meisten KollegInnen sind mittlerweile kritischer gegenüber ihrer Ausbildung geworden: Der Durchblick ist größer (z. B. dass ausbildungsfremde Tätigkeiten keine Seltenheit sind). Illusionen werden geringer und über Mängel wird offener gesprochen. Im Verhältnis zu anderen Lehrjahren zeigt sich, dass die Frustration im 2. Ausbildungsjahr am ausgeprägtesten ist und daher hier die größte Chance besteht, KollegInnen zur gemeinsamen Verbesserung ihrer Situation zu bewegen.

Das 3. Lehrjahr: Im 3. Lehrjahr verwandelt sich die mehr oder weniger stark ausgeprägte Kritik an der Ausbildung – soweit diese im 2. Lehrjahr vorhanden war – meistens in Resignation und Ernüchterung. Die Vorzüge und Nachteile der Ausbildung werden einigermaßen realistisch eingeschätzt und es erfolgt häufig eine verstärkte Anpassung an die Situation im Betrieb. Schließlich stellt sich die von vielen bis zuletzt verdrängte Frage nach der Prüfung bzw. der Übernahme nach der Lehrzeit umso massiver.

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