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Jugendvertrauensrat

Urlaub

Grundsätzlich gelten die allgemeinen Regelungen des Urlaubsgesetzes (UrlG) auch für Lehrlinge. Folgend fassen wir die für dich wichtigsten Punkte zusammen. Als Lehrling hast du Anspruch auf Urlaub im Ausmaß von 30 Werktagen pro Arbeitsjahr (Urlaubsjahr).

Als Werktage gelten die Tage von Montag bis einschließlich Samstag, ausgenommen gesetzliche Feiertage.

In den ersten 6 Monaten des 1. Arbeitsjahres entsteht der Anspruch auf Urlaub im Verhältnis (aliquot) zu der bereits zurückgelegten Dienstzeit im Rahmen von 2,5 Tagen pro Monat. Nach diesen 6 Monaten hast du Anspruch auf den vollen Urlaub. In jedem weiteren Jahr entsteht der Anspruch sofort mit Beginn des neuen Arbeitsjahres in vollem Ausmaß.

Wann du deinen Urlaub verbrauchst, muss mit dem Lehrbetrieb abgesprochen werden. Es ist nicht möglich, einseitig den Urlaub festzulegen. Das heißt, du kannst weder dann gehen, wenn du möchtest, ohne es mit deinem Betrieb zu vereinbaren, noch kann dein Betrieb dich ohne deine Zustimmung „zwangsweise“ zu einer bestimmten Zeit in Urlaub schicken. Der Urlaub kann in 2 Teile geteilt werden, wobei jedoch ein Teil mindestens 6 Werktage betragen muss.

Wenn du es möchtest, ist der/die Lehrberechtigte verpflichtet, dir in der Zeit von 15. Juni bis 15. September Urlaub im Ausmaß von mindestens 2 Wochen zu geben. Während des Urlaubes ist die Lehrlingsentschädigung weiterzubezahlen. Darüber hinaus hast du Anspruch auf Urlaubsentgelt (Urlaubsgeld) in der Höhe einer Lehrlingsentschädigung, das dir im Voraus für die gesamte Urlaubsdauer zu bezahlen ist (Ausnahme: BAU/BUAK).

Wirst du während deines Urlaubes krank und dauert dies länger als 3 Kalendertage, so sind die Krankenstandstage von den Urlaubstagen abzuziehen. Du bist verpflichtet, deine/n ArbeitgeberIn nach 3 Tagen Krankenstand unverzüglich darüber zu informieren. Bei Krankenstandende musst du eine ärztliche Bestätigung oder eine Bestätigung der Krankenversicherung abgeben.

Erkrankst du im Ausland, muss zusätzlich zur ärztlichen Bestätigung auch noch eine behördliche Bestätigung beigefügt werden, dass der Arzt zur Ausübung seines Berufes berechtigt ist. Diese zusätzliche Bestätigung ist nicht erforderlich, wenn du dich in einem Krankenhaus behandeln hast lassen und eine Bestätigung vorlegst. Wird das Lehrverhältnis beendet oder aufgelöst, so gebührt dir für die verbleibenden Urlaubstage eine Abgeltung. Diese hat als Urlaubsersatzleistung aliquot zu erfolgen.

Eine Urlaubsentschädigung steht dir in folgenden Fällen zu:

  • Wenn das Lehrverhältnis unberechtigt vom Lehrberechtigten aufgelöst wurde und bereits 6 Monate Lehrzeit vergangen sind.
  • Wenn du das Lehrverhältnis begründet auflöst und bereits 6 Monate deiner Lehrzeit vergangen sind.
  • Bei erfolgreicher Ablegung der Lehrabschlussprüfung und Verzicht auf die Weiterverwendungszeit und schon mehr als die Hälfte des Urlaubsjahres abgelaufen ist.
  • Bei Beendigung des Lehrverhältnisses durch Zeitablauf (Enddatum im Lehrvertrag) oder durch einvernehmliche Lösung, wenn bereits mehr als die Hälfte des Urlaubsjahres abgelaufen ist.

Eine Urlaubsabfindung steht dir insbesondere in folgenden Fällen zu:

  • Bei Lösung des Lehrvertrages innerhalb der Probezeit.
  • Bei berechtigter vorzeitiger Auflösung durch die/den Lehrberechtigte/n.
  • Bei Auflösung des Lehrverhältnisses durch Zeitablauf oder durch einver- nehmliche Lösung, wenn bei der Beendigung weniger als die Hälfte des Urlaubsjahres abgelaufen ist.

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