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ÖGJ

... dass Auschwitz nie mehr sei!

Die antifaschistische Gedenkarbeit ist stark in der 70-jährigen Geschichte des Österreichischen Gewerkschaftsbundes verankert. Geprägt durch die Geschichte von Verfolgung und Zerschlagung durch das Nazi-Regime ist es eine Pflicht des ÖGB, aktiv und stark ein Zeichen gegen Faschismus und Rassismus zu setzen.
Bereits seit über 20 Jahren organisiert die Österreichische Gewerkschaftsjugend Bildungs- und Gedenkreisen zu den Orten der Nazi-Verbrechen. 2015, anlässlich der 70-jährigen Befreiung, schloss sich die ÖGJ einem Bündnis aus mehreren Jugendorganisationen aus Deutschland und Israel unter dem Motto „… dass Auschwitz nie mehr sei“ an. Gemeinsam mit diesem Bündnis wurde eine Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz organisiert, an der über 1.000 Jugendliche teilnahmen.


Gedenkstättenfahrt und Vorbereitungsseminare
Im Zuge der Gedenkstättenfahrt wurde ein breites Bildungsangebot offeriert. Bereits im Vorfeld hatten alle Interessierten die Möglichkeit, sich intensiv auf einem Vorbereitungsseminar mit den Themen „Gedenken und Erinnern“ auseinanderzusetzen. Dabei beschäftigten sich die TeilnehmerInnen kritisch mit der Vergangenheitsbewältigung und ließen Zeitzeugen „zu Wort kommen“, indem sie ihre Geschichten und Erlebnisse studierten und analysierten. Besonders wichtig war es, aus den Zeitzeugenberichten Vergleiche zwischen antisemitischen und rassistischen Erlebnissen von damals auf aktuelle rassistische Vorkommnisse anzustellen und Rückschlüsse zu ziehen.
Die Gedenkstättenfahrt (17.–21. Juni 2015) gab den TeilnehmerInnen die Gelegenheit, sich intensiv mit der Geschichte der Stadt Krakau und deren jüdischen Bevölkerung nach der Besetzung der Nazis zu befassen. Dabei wurden auch die Gedenkstättenmuseen der Konzentrationslager Auschwitz und Auschwitz-Birkenau besucht. Am Mahnmal in Auschwitz-Birkenau versammelten sich alle TeilnehmerInnen aus Österreich, Deutschland und Israel zu einer gemeinsamen Gedenkkundgebung.

Zeitzeugengespräch und Workshops
Um der Reise auch inhaltlich einen Abschluss zu geben, fanden am letzten Tag Workshops statt, in denen die TeilnehmerInnen aller Organisationen zu verschiedenen Themen diskutierten. Besonders ergreifend war das Zeitzeugengespräch mit Esther Bejarano, die als Jugendliche das KZ Auschwitz überlebte. Bereitwillig und geduldig sprach sie mit den Jugendlichen und antwortete auf alle Fragen, wobei sie bewies, dass sie trotz ihrer schrecklichen Erfahrungen nie die Liebe zur Musik und zum Humor verlor. Abschließend mahnte sie – nicht nur die anwesenden Jugendlichen – mit den Worten: „… ihr tragt keine Schuld, für das was passiert ist, aber ihr macht euch schuldig, wenn es euch nicht interessiert!“
 


„… dass Auschwitz nie mehr sei!“ ist ein Bündnis bestehend aus DGB-Jugend, Österreichsiche Gewerkschaftsjugend, Bund der Deutschen Katholischen Jugend, Grüne Jugend Deutschland, linksjugend [‚solid], DIDF Jugend Deutschland, Jugendwerk der AWO, Jusos in der SPD, Naturfreundejugend Deutschlands, Sozialistische Jugend Deutschland – die Falken, Histadrut (General Federation of Labour in Israel).

 

Die Reise und die Vorbereitung der österreichsichen TeilnehmerInnen wurden finanziell unterstützt durch:

BMFJ – Bundesministerium für Familien und Jugend (Bundesjugendförderung)

Zukunftsfond der Republik Österreich

BMEIA – Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres

 

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