Lehrlingsmonitor 2026
Wie geht’s unseren Lehrlingen? Der sechste österreichische Lehrlingsmonitor gibt Antwort.
Der sechste Österreichische Lehrlingsmonitor ist die Fortführung der seit 2015 etablierten Lehrlingsbefragung. Ziel ist es, die Situation der Lehrlinge in der betrieblichen Ausbildung repräsentativ zu erheben, um herauszufinden, wie die Lehrausbildung in Österreich verbessert werden kann.
Als Österreichische Gewerkschaftsjugend ist es uns wichtig zu wissen, wie es unseren Lehrlingen geht. Deshalb befragen wir am Ende ihrer Ausbildung alle zwei Jahre die Lehrlinge, wie sie ihre Lehre erlebt haben. Durch die regelmäßige Erhebung im Rahmen des Lehrlingsmonitors können relevante Daten zur Qualität und Zufriedenheit mit der Lehrlingsausbildung gesammelt werden. Die Erhebung hilft dabei, die Bedürfnisse und Herausforderungen der Lehrlinge besser zu verstehen. Sie ermöglicht Ausbildungsbetrieben und politischen Entscheidungsträger:innen, auf Basis fundierter Daten Verbesserungen und Anpassungen in der Berufsausbildung vorzunehmen, um die Qualität der Lehre weiter zu verbessern.
Zentrale Fragestellung des Lehrlingsmonitors ist, wie Lehrlinge ihre Ausbildungssituation und ihren Ausbildungsverlauf in der Endphase ihrer Ausbildung bewerten. Insgesamt umfasst die Stichprobe 6.102 auswertbare Fragebögen von Lehrlingen.
Das Wichtigste in Kürze
- Zwei von drei Lehrlingen sind mit ihrer Ausbildung zufrieden, doch seit Jahren haben rund zwei von fünf weiterhin schlechte Ausbildungsbedingungen
- Die Zahl der Lehrstellen ist stark gesunken, während gleichzeitig mehr als 24.500 Jugendliche eine Lehrstelle suchen
- Schlechte Ausbildungsbedingungen führen dazu, dass mehr als ein Viertel der Lehrlinge nicht im erlernten Beruf bleiben will
- Wir fordern einen Ausbildungsfonds und klare Qualitätsstandards, damit alle Lehrlinge eine gute Ausbildung bekommen
„Der Lehrlingsmonitor zeigt: Zu oft machen Lehrlinge Tätigkeiten, die nichts mit ihrer Ausbildung zu tun haben. Lehrlinge sind keine billigen Arbeitskräfte – sie sind Lernende und verdienen Ausbildung statt Ausnutzung.“
Laura Zandonella
stv. ÖGJ-Bundesjugendvorsitzende und PRO-GE-Bundesjugendvorsitzende
„Eine starke Lehrausbildung ist kein Selbstläufer. Wer morgen top Fachkräfte will, muss heute in gute Ausbildung investieren – mit klaren Standards, Zeit fürs Lernen und echter Wertschätzung im Betrieb.“
Matthias Hauer
Bundesjugendsekretär des ÖGB