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ÖGJ

Ein Streik gegen „Todesschiffe“

HafenarbeiterInnen in Genua blockieren erfolgreich Waffenlieferungen für den Jemen-Krieg.

„Wir beladen keine Todesschiffe“ lautete die Erklärung der italienischen HafenarbeiterInnen, warum sie in den Streik traten. Was war passiert? Erst unlängst wurde bekannt, dass mehrere europäische Länder, z. B. Frankreich und Italien, Waffen nach Saudi-Arabien liefern, die dann im Bürgerkrieg im Jemen eingesetzt werden. Die Gewerkschaft in Genua weigerte sich nun, die Waffen auf die Schiffe zu laden.
Seit Saudi-Arabien 2015 in den Krieg einstieg, hat sich die Situation im Jemen massiv verschlechtert. Luftangriffe führten zu zivilen Todesopfern, und eine Seeblockade führte zu einer Hungersnot, weil Teile des Landes von der Versorgung mit Hilfsgütern abgekappt wurden.

Humanitäre Verantwortung. NGOs kritisieren seither immer wieder die USA, die ihrem Verbündeten Saudi-Arabien einen Freibrief für den Militäreinsatz geben, aber auch europäische Länder, die ihre Waffenlieferungen an Saudi-Arabien nicht stoppen. Und das, obwohl die Vereinten Nationen (UNO) die Situation im Jemen als größte humanitäre Katastrophe weltweit bezeichnen.

Das Engagement der Gewerkschaft für HafenarbeiterInnen konnte die Waffenexporte vorerst stoppen. Um das Leid im Jemen zu lindern, müssten allerdings endlich auch die Staaten ihre humanitäre Verantwortung wahrnehmen.

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