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ÖGJ fordert Umsetzung der Fachkräftemilliarde

Ausbildungsgarantie bis 25: Staat badet Versäumnisse der Unternehmen aus

"In Österreich ist die Arbeitslosigkeit unter den 20-bis 24-Jährigen besonders hoch. Mit der Ausbildungsgarantie bis 25 kann dieser Jugendbeschäftigungskrise entgegengewirkt werden", begrüßt Sascha Ernszt, Vorsitzender der Österreichischen Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), die geplante Erweiterung der Ausbildungsgarantie für arbeitslose junge Erwachsene bis 25. "Wichtig sind hier vor allem die Höherqualifizierung und das Nachholen von Bildungsabschlüssen. Dazu muss der Staat dafür sorgen, dass ausreichend Plätze angeboten werden", fordert Ernszt.

Der ÖGJ-Vorsitzende weist darauf hin, dass der Staat wieder einmal die Versäumnisse der Unternehmen ausbaden muss: "Jene Ausbildungsplätze, die die Unternehmen in den letzten Jahren nicht geschaffen haben, müssen jetzt vom Staat in mühevoller Kleinstarbeit erschaffen werden. So viel Verantwortungsbewusstsein wie momentan von Sozialminister Alois Stöger gezeigt wird, würde sich die ÖGJ auch von Unternehmen wünschen." Weil die Unternehmer ihrer Verantwortung nicht nachkommen, ist die Umsetzung der Fachkräftemilliarde notwendig: "Es muss in unser aller Interesse sein, dafür zu sorgen, dass möglichst viele junge Menschen einen qualitätsvollen Ausbildungsplatz erhalten und ihre Lehre auch erfolgreich abschließen können. Mit dem derzeitigen Gießkannen-Prinzip bei der Lehrstellenförderung erreichen wir das aber nicht", betont Ernszt.

Das ÖGJ-Modell sieht einen Ausbildungsfonds (Fachkräftemilliarde) vor, in den Firmen einzahlen, die nicht ausbilden, obwohl sie es könnten, und aus dem Betriebe, die qualitativ hochwertig ausbilden, Förderungen erhalten. Der Fonds soll durch ein Prozent der Jahresbruttolohnsumme durch die Unternehmen finanziert werden.

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